Jersey stimmt für die Legalisierung der Sterbehilfe
Jersey Votes to Legalise Assisted Dying
2026-02-27
Großbritannien (Great Britain) Gesundheitspolitik (Health Policy) Britische Politik (British Politics)
Jersey, eine britische Kronabhängigkeit, hat für die Legalisierung der Sterbehilfe gestimmt.
Das Parlament, die States Assembly, stimmte mit 32 zu 16 Stimmen für das neue Gesetz.
Das Gesetz erlaubt unheilbar kranken Menschen, ihr Leben frühzeitig zu beenden.
Die Patienten müssen seit mindestens einem Jahr auf Jersey wohnen.
Außerdem müssen sie voraussichtlich innerhalb von sechs Monaten sterben.
Bei Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson gilt eine Frist von zwölf Monaten.
Zwei Ärzte müssen den Antrag des Patienten genehmigen.
Ein Arzt oder eine Krankenschwester darf dann dem Patienten die tödlichen Medikamente verabreichen.
Jersey ist nach der Isle of Man die zweite britische Insel, die Sterbehilfe legalisiert hat.
In England und Wales diskutiert das Parlament gerade ein ähnliches Gesetz.
Dieses Gesetz steckt jedoch noch im Oberhaus, dem House of Lords, fest.
Kritiker befürchten, dass kranke oder ältere Menschen unter Druck gesetzt werden könnten.
Sie sorgen sich, dass Menschen ihr Leben beenden, nur um keine Last für andere zu sein.
Das neue Gesetz braucht noch die Zustimmung des britischen Justizministers David Lammy.
Wenn alles gut geht, könnte das Gesetz im Sommer 2027 in Kraft treten.
Schottland will im März über ein ähnliches Gesetz abstimmen.
Key Vocabulary
- die Sterbehilfe
-
assisted dying
Jersey hat für die Legalisierung der Sterbehilfe gestimmt.
- unheilbar krank
-
terminally ill
Das Gesetz erlaubt unheilbar kranken Menschen, ihr Leben frühzeitig zu beenden.
- genehmigen
-
to approve
Zwei Ärzte müssen den Antrag des Patienten genehmigen.
- die Kronabhängigkeit
-
the Crown dependency
Jersey ist eine britische Kronabhängigkeit.
- in Kraft treten
-
to come into force
Wenn alles gut geht, könnte das Gesetz im Sommer 2027 in Kraft treten.